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onlineBIBELteilen am Ostersonntag 2021 « zurück

Kath SG
Die Osterberichte sind uns allen wahrscheinlich gut bekannt?! Jeder von ihnen weist feine Eigenheiten auf. Diese zu entdecken, macht es jeweils sehr spannend. Wir haben uns für den heutigen Ostersonntag für den Bericht aus dem Matthäus-Evangelium entschieden. 

1Nach dem Sabbat, in der Morgendämmerung des ersten Tages der neuen Wo-che, kamen Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. 2Plötzlich fing die Erde an, heftig zu beben. Ein Engel Adonajs war vom Himmel herabgekommen und zum Grab getreten. Er wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. 3Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war weiss wie Schnee. 4Als die Wächter ihn sahen, zitterten sie vor Angst und fielen wie tot zu Boden.
5Der Engel sagte zu den Frauen: »Ihr braucht euch nicht zu fürchten. Ich weiss, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. 6Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er es vorausgesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er gelegen hat. 7Und dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen, dass er von den Toten auferstanden ist. Er geht euch nach Galiläa voraus; dort werdet ihr ihn sehen. Ihr könnt euch auf meine Worte verlassen.«


(Verwendete Übersetzung: Neue Genfer Übersetzung)

Und hier nun die Gedanken, die der Bibeltext bei den Menschen ausgelöst haben, die sich an der letzten Runde onlineBIBELteilen engagiert haben:
  • „In der zarten Morgendämmerung – der Engel sprach zu ihnen – Jesus ist auferstanden – wie es in der Schrift steht.“ Grosser Gott, hilf mir, dass ich DEINE WORTE hören und verstehen kann im Herzen – Auferstehung „hören“ und „leben“ auf meinem Lebensweg.
  • Ostern beginnt für mich dort, wo eine Engelsgestalt sagt: „Fürchtet Euch nicht.“ Das war doch auch einer der Leitsätze von Jesus: Die Angst mit dem Vertrauen überwinden. Und dann fasziniert mich immer der Satz: „Sagt den Jüngern, sie sollen nach Galiläa gehen, dort werden sie mich sehen.“ Und ich? Schickt mich dieser Engelssatz in meinen Alltag, grad dort, wo ich lebe und in den Menschen, die ich treffen werde, kann ich Jesus begegnen. Darauf freue ich mich, jetzt schon.
  • Der Engel sagte zu den Frauen: ‚Ihr braucht euch nicht zu fürchten. Ich weiss, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten.‘“ Diese Worte des Engels klingen tief in mir nach. Die Frauen handeln aus ihrem tiefen Impuls und aus tiefer Überzeugung heraus. Die Worte des Engels gelten auch mir. Wenn ich etwas aus ganzem Herzen, ganz aus mir heraus, tue, brauche ich keine Angst zu haben vor dem, was mir begegnen wird.
  • Ostermorgen
    Der frühe Morgen ist noch still,
    Doch bis zum Grab ich gehen will,
    Doch, DU, mein Gott, bist tot, oh weh!

    Doch, was erwartet mich denn dort?
    Wer rollt den schweren Stein mir fort,
    Damit ich DICH, mein Gott, nochmals seh’?

    Oh Wunder, sieh’, der Stein ist fort,
    Doch ach, so leer das Grab ist dort,
    Und wo, mein Gott, bist du denn hin?

    Ein Engel sitzt im Dunkel, still,
    Bewacht das leere Grab, kein Wort zuviel:
    Dein Gott, Maria, er erstand und lebt.

    So eil’ ich rasch zur Wohnung mein,
    Zu meinen Freunden, lass’ die Pein,
    Denn DU, mein Gott, erstand’st und lebst.
     
  • Eine kurze, aber intensive Erfahrung aus einer Therapie zum Satz „Der Engel wälzte den Stein weg“: Endlich konnte ich die Situation so akzeptieren wie sie war, obwohl sie weh tat. Und ich wagte es, zu verzeihen. Da fiel mir ein Stein vom Herzen.
  • Die Erde bebte und ein Blitz erschrak die Wächter neben dem plötzlich geöffneten Grab. Ebenso die Frauen, doch sie wurden vom Engel ermutigt. Ihre Liebe zu Jesus machte sie bereit zum Verstehen und so wurden sie die ersten Zeuginnen der Auferstehung. Voller Freude können wir Ostern feiern mit dem Wissen, dass Jesus lebt.
  • Der Engel sagte zu den Frauen: ...geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen, dass er von den Toten auferstanden ist." Was für eine klare Beauftragung von höchster Stelle! Frauen sollen Jesu Auferstehung und somit das Reich Gottes verkünden und diese frohe Botschaft in die Welt hinaustragen. Kann die Kirche den Frauen diesen Auftrag verwehren?
  • Es ist immer gut, wenn man sich auf das Wort verlassen kann. Leider wird sehr viel versprochen und nicht viel gehalten. Gott, unser Vater, würde uns nie im Stich lassen und darum müssen wir jeden Tag für alles „Danke“ sagen, ansonsten hätten wir ein grosses Problem, das zu beseitigen ist, eine Arbeit, die nie zu Ende gehen würde. Danke Vater…  
  • Er wälzte den Stein weg und setzte sich darauf." Dieser Satz hat für mich eine kräftige Aussage. Vor dem Hinsetzen braucht es Hände, die anpacken. Wie befreiend ist es, wenn ich Steine, die sich vor mir auftürmen, wegräumen mag. Oft ist es ein Kraftakt – jedoch befreiend und der Beginn von etwas Neuem. Wie schön, dass Ostern wird...
  • Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er es vorausgesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er gelegen hat.“ Ein sehr berührender Text. Wir sollen Jesus nicht im Dunklen und im Endlichen dem Tod suchen. Er hat die Dunkelheit, den Tod überwunden – er ist weitergegangen hat sich dem Licht – dem Leben – zugewandt. Dort werden wir fündig – wo es lichtvoll und lebendig ist. Das gibt mir Hoffnung – vielleicht bedeutet es auch, dass meine Suche im Leben nicht in den Sorgen enden soll – es geht weiter zum Lichtvollen. Jetzt auch nach dem Tod meiner Mutter- sie finde ich auch im „Hellen“ in der Freude im Lachen.
  • Auferstehungsfeier – Jesu Auferstehung bedeutet, dass einer gekommen ist, der aus dem Finale des Todes einen ganz besonderen Zwischenraum gestaltet hat. – Jesu Auferstehung zeigt, dass Gottvater „Ja“ zu unserem Sterben sagt, aber ein „Nein“ zu unserem ewigen Tod. Darum ist Ostern – Auferstehungsfeier – ein Freudentag!
  • Auferstehung: sie kehrt alles um. Fest Verschlossenes ist plötzlich offen, statt trauern plötzlich eine Freudenbotschaft verkünden; statt tot im Grab zu liegen, geht er plötzlich nach Galiläa voraus; statt Zweifel und Unsicherheit plötzlich Worte, auf die sie sich verlassen können. Das wünsche ich mir auch: mich verlassen aufs Leben, keine Unsicherheiten und Zukunftsängste mehr. Ostern als Neuanfang, gerade heute.
  • Verse 5-7: Die Aussagen des Engels sind voller Hoffnung und Trost und passen in ihrer Bedeutung ins Hier und Jetzt: 1.Habt keine Angst. – 2.Jesus ist aktuell zwar unsichtbar, aber er geht uns voraus. – 3.Wir werden ihn später sehen. – 4. Auf diese Aussage ist Verlass. ….Ostern ist ein Versprechen und öffnet den Weg aus der Angst in die Zuversicht.
  • Vers 2: „Plötzlich fing die Erde an, heftig zu beben...“ Nach diesem Beben ist nichts mehr wie vorher, etwas gewaltig Grosses geschieht vor den Augen der beiden Frauen und der Wächter. Der Engel rollt den Stein weg, seine Lichtgestalt blendet und ängstigt, die Wächter verlieren ihr Bewusstsein. So geschieht es, dass die frohe Botschaft von Jesu Auferstehung nur den Frauen gilt. Sie dürfen das Erlebte weitertragen und verbreiten – Maria aus Magdala und die andere Maria werden zu Trägerinnen des EVANGELIUMS.
  • «Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er gelegen hat.» Oft brauchen wir etwas Sichtbares bevor wir uns vorstellen können, was geschehen ist und es glauben können. – «Ihr könnt euch auf meine Worte verlassen.» Laut diesem Versprechen dürfen wir uns aber auf Gottes Wort verlassen, ohne sichtbaren Beweis. – Manchmal kann ich mich gut, manchmal weniger gut darauf einlassen.
Frohe und gesegnete Ostern!


 
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